Ordnung ist das halbe Leben

January 11, 2018

...Oder eben auch nicht.


Wer mich kennt weiß, dass ich absolut minimalistisch, pragmatisch und enthusiastisch bin. Einfacher gesagt: Ich bin einfach nur faul.


Mein ganzes Leben lang habe ich mich vor allem, was ging gedrückt. Hausaufgaben waren schon in der Grundschule nicht mein Ding, genauso wenig wie lernen und aufräumen.
 

Anders war es mit Dingen, für die ich mich wirklich begeistern konnte. Allem voran waren das die Pferde, später natürlich Samba.

Für meine Eltern damals die einzige Möglichkeit meine fehlende Motivation für alles Andere zu beeinflussen.
Ich war eine miserable Schülerin und furchtbar unordentlich – meine Prioritäten lagen halt schon immer woanders.
Aber ich kann alle Eltern da draußen beruhigen: Spätestens, wenn man auf eigenen Füßen stehen muss und für alles selbst verantwortlich ist, wird auch der größte Chaot ohne ein bisschen Ordnung nicht überleben.

Ich wusste schon sehr früh ganz genau was ich will, was es meinen Eltern oft nicht leicht gemacht hat.
Das führte auch dazu, dass ich bereits mit 17 ausgezogen bin und die volle Verantwortung von diesem Punkt an tatsächlich fast ausschließlich selbst übernommen habe.

Mittlerweile würde ich mich zwar als „ordentlich“ bezeichnen, Planung liegt mir aber immer noch nicht besonders, was mir schon so manches Mal organisatorische Meisterleistungen abverlangt hat. Ich glaube ich bin ein absoluter „Stress-Mensch“, ich kann unter Druck einfach viel besser arbeiten.


 

Durch mein Studium und meinen Blog bin ich momentan quasi „selbstständig“, zumindest schreibt mir keiner vor, wann ich was zu tun habe – und das funktioniert so ganz ohne Planung leider einfach nicht.
Dafür sind die Tage einfach zu kurz und meine nicht-vorhandene TO-DO-Liste zu lang.

Also musste sogar ich lernen zu Planen, auch wenn ich mich immer wieder dabei erwische, wie ich etwas aufschiebe und dem andere Sachen vorziehe.
Ich schreibe mir zwar meistens nichts auf, weiß aber im Groben immer, was ich in dieser Woche erledigen muss. Was ich dann an welchem Tag mache, entscheide ich meistens abends oder morgens spontan.
Sicher nicht die cleverste Variante aber bisher funktioniert es.


Letztendlich habe ich am Tag zwei feste Termine. Uni und Stall. Die Zeit dazwischen widme ich meinem Blog/Instagram, beantworte Mails oder treffe mich mit meiner Fotografin und wenn dann noch Zeit bleibt gehe ich ins Fitnessstudio. Abends freue ich mich dann auf meinen Freund, der es meistens schafft mich davon abzulenken, was ich eigentlich noch alles erledigen müsste.

 

Und Freunde? Das kombiniere ich meistens. Sei es mit Essen, nem Kaffee oder wir verabreden uns bei den Pferden. Ansonsten gibt es ja auch noch das Wochenende, was ich mir dafür meistens freihalte. Während der Turniersaison muss ich dann eben trotzdem mal früh aufstehen.
Wer feiern kann, kann auch reiten… ;-)

 

 

Dennoch musste ich mich aus Zeitgründen im letzten Jahr dazu entscheiden, Fürst nicht mehr zu reiten und auch den Offenstall habe ich ja nicht mehr. Ausschlaggebend waren dafür aber andere Gründe. Mehr dazu HIER.


Also: Ich denke so ganz ohne Zeitmanagement geht es nicht aber wer sich ohne strukturierte Pläne wohler fühlt, bekommt das sicher auch hin. Und die wichtigsten Termine und feste Daten schreibe sogar ich mir auf. Genauso wie ich abends vor jedem festen Termin noch dreimal aufs Handy schaue, ob ich den Wecker auch wirklich gestellt habe.

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Perfektion ist, wenn man sein Pferd besser kennt als sich selbst.